• Benny Greb

    Effective Practicing For Musicians

    Ein Wort der Warnung: Ich bin großer Benny-Greb-Fan, seit ich seine erste DVD mal bei No°1 in Hamburg laufen sah.

    Ich mag also ein wenig voreingenommen sein, kann dieses Buch aber trotzdem allen ans Herz legen, die Probleme damit haben, ihre Ziele zu erreichen (oder vielleicht sogar zu definieren), die das Gefühl haben, auf der Stelle zu stehen.

    Natürlich ist das Buch an Musiker:innen gerichtet, es lässt sich aber auch durchaus auf andere Lebensbereiche anwenden. Es geht darum, eine Technik zu entwickeln, mit der man SMARTe Ziele definiert und diese auch erreicht. Durch bestimmte Verhaltensmuster, Logging usw.

    Ich habe es heute zwar durchgelesen, aber dieses Buch ist kein klassisches "einmal lesen, ab ins Regal" Buch. Wahrscheinlich werde ich es immer mal wieder aus dem Regal ziehen, um etwas nachzuschlagen, um zu prüfen, ob ich noch "on track" bin.

    Ich kann das Buch, wie gesagt, auch Nicht-Musiker:innen empfehlen. Es vermittelt einiges an Wissen, gibt uns praktische Tipps an die Hand und beinhaltet dabei noch diesen typischen Benny-Greb-Humor.


  • Bedeutungsschwangerschaften

    Es gibt nur noch wenige Blogs im eigentlichen Sinne. Moderne Blogs, sind keine Logbücher mehr. Sie sind Publikationen, die durchdacht werden müssen, oder sie sind Marketingkanäle.

    Ein paar klassische Blogs lese ich noch. Nach und nach verstummen sie, aber einige wenige sind weiterhin aktiv. Beim Blättern durch deren Archive, ist mir etwas aufgefallen: Sie sind so schön schlicht.

    Damit meine ich nicht, dass sie nicht hübsch gestaltet wären, oder dass die Texte schlecht oder die Autor:innen gar dumm wären. Im Gegenteil. Wenn ich so darüber nachdenke, passt "schlicht" vielleicht gar nicht so gut, was ich meine ist "naiv".

    Was das bedeuten soll, lässt sich am besten erklären, wenn ich den Spieß umdrehe und moderne Blogs beschreibe.


  • Olga Tokarczuk

    Unrast

    Cover: Kampa Verlag

    Ein sehr schön geschriebenes Buch. Ich hatte motiviert angefangen, weil ich so viel Gutes gehört habe und fand es sprachlich dann auch wirklich sehr schön, nur irgendwie habe ich nicht reingefunden. Es liegt jetzt schon eine ganze Weile auf meinem Lesestapel und ich habe immer wieder andere Bücher zwischengeschoben.

    Ich weiß nicht so genau, woran es lag. Zuletzt habe ich es dann nur noch überflogen. Vielleicht war das einfach nicht mein Thema, obwohl mir gerade die Beobachtungen der Mitmenschen sehr gefallen haben. Keine Ahnung, wir sind nicht so miteinander warm geworden, hat man halt mal.


  • Groß! Größer! Gar nicht!

    Oftmals, wenn ich so an meinem Schreibtisch sitze und etwas machen möchte, frage ich mich: Warum ist das eigentlich so schwer? Warum kann ich jetzt nicht einfach etwas anklicken und dann läuft das? Warum gibt es da noch keine Lösung für?

    "Da müsste man mal drüber schreiben", denke ich dann. Also ich müsste drüber schreiben. Weil es mich ja gerade betrifft.

    Also wird ein neuer Entwurf angelegt und ein vorläufiger Titel vergeben und schon einmal grob zusammengehackt, was ich gerade so im Kopf habe. Könnte ganz interessant werden. Besonders für all diejenigen, die das gleiche Problem haben wie ich.

    Und dann. Der Fehler.


  • Benjamin von Stuckrad-Barre, Martin Suter

    Alle sind so ernst geworden

    Cover: Diogenes Verlag

    Benjamin von Stuckrad-Barre und Martin Suter unterhalten sich und machen dann daraus ein Buch. Ein Buch, das sich gerade jetzt gut lesen lässt, weil es einfach mal alle akuten und unangenehmen Themen ignoriert.

    Man schmunzelt, man lacht, man wundert sich ein bisschen. Aber in erster Linie freut man sich über die Texte, die besonders viel Spaß machen, wenn man beim Lesen die Stimmen der Beiden im Ohr hat.

    Mit dem Buch kann man nicht viel falsch machen.