Elon hat den Vogel abgeschossen

Foto von Dan Lazar auf Unsplash

Wie es aussieht, hat Twitter den inoffiziellen Apps den Hahn, oder besser gesagt, die API abgedreht. Auch wenn als nächster Schritt naheliegend (schließlich sieht man dort keine Werbung), ist das respektlos.

Schaut man sich die Geschichte von Twitter an, dann waren es maßgeblich diese Apps, die für den Erfolg Twitters sorgten. Und neben der Tatsache, dass die ersten Apps nicht von Twitter, sondern von anderen Entwicklern kamen, prägten diese Apps auch das Verständnis, das wir heute von Twitter haben. Das Wort „Tweet“ beispielsweise kam nicht von Twitter selbst, genauso wie der blaue Vogel als Icon.

Respekt ist allerdings nichts, mit dem man sich ins All schießen lassen kann, dazu benötigt man Geld. Geld verdiente Twitter bisher maßgeblich mit Werbung und nun auch mit irgendwelchen Subscriptions, die irgendwelchen Haken dienen oder auch nicht. So genau weiß man das ja alles nicht mehr.

Das führte schließlich dazu, dass obwohl Elon gerne in Richtung Mars fliegen möchte, ihn viele User stattdessen lieber auf den Mond schießen würden.

Mit dem vermeintlichen Abdrehen (zumindest von Teilen) der API, dürfte Twitter den Vogel jetzt endgültig abgeschossen haben. Was also jetzt? Alle zu Mastodon?

Wäre eine Maßnahme. Ich würde im ersten Schritt mal dafür sorgen, dass meine Daten wieder mir selbst gehören. Also eigene Webseite. Ein Blog.

Früher, also vor Twitter, war es noch üblich im Blog auch mal Beiträge zu veröffentlichen, die nur ein paar Zeilen lang waren. Heute ist das wohl eher nicht mehr üblich. Dafür gibt es aber Notizen. Das sieht man seit geraumer Zeit auf vielen Seiten, die sich noch um solche Dinge kümmern. Notizen sind kurze Beiträge, oft ohne Titel, die nur kurz ein Thema anreißen. Also fast wie ein Tweet.

Mit den Daten auf der eigenen Webseite kann man dann weitergehen, sie in die Welt verteilen, im RSS-Feed oder bei Mastodon.

So gut ich Mastodon auch finde, braucht es technisch noch einige Anpassungen. Immer wieder liest man von massenhaften Anfragen, regelrechten DDOS-Angriffen, die von Mastodon kommen. Weil die Instanzen technisch so ausgelegt sind, viele Anfragen herauszuschicken. Das könnte noch zum Problem werden.

Es könnte sein, dass Mastodon nur eine Brückentechnologie ist, wie es neudeutsch so schön heißt. Markus Richter erklärt das hier ganz schön:

Wie auch immer, wo auch immer. Wer Twitter jetzt noch nicht den Rücken gekehrt hatte, sollte nun seine Siebensachen packen und sich aufmachen in neue Bereiche. Wo immer diese auch liegen.

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