Wochenrückblick 6

Die Vögel scheißen vom Himmel an dem sich ein Stück Sonne von eben dieser gelöst hat und überall fliegen Ballons und andere Flugkörper durch die Gegend und alles ist weird. Ein ganz normaler Wochenrückblick also.

Die Woche begann überraschend sonnig, was ich am Dienstag direkt zum Anlass nahm, um mittags mal eine Runde durch den Wald zu spazieren. Eine hervorragende Idee. Nicht nur tat die Sonne gut, auch das rege Treiben im Wald. Da wurde gezwitschert und gehämmert und geraschelt.

Abends dann der übliche Wocheneinkauf, den ich hier nur erwähne, weil mich im Supermarkt diese Äpfel so anlachten. Die hatte ich vorher noch nie gesehen. Sie waren sehr groß und sehr rot und hatten einen sehr selbstsicheren Namen (den ich bereits wieder vergessen habe). Ich hatte allerdings schon eine Tüte Äpfel im Einkaufswagen liegen. Ich entschloss mich, mir einen einzelnen dieser großen Äpfel zu kaufen, um zu testen, ob er genauso gut schmeckt, wie er aussieht.

Heute, am Sonntag, war es dann soweit. Heldenhaft entschied ich mich dagegen ein Stück Bananenkuchen zu essen und stattdessen den Apfel zu verspeisen. Ich hielt ihn mit einer Hand in die Höhe. Mehr als diesen Apfel hätte ich nicht halten können, so groß war er. Und er strahlte so rot, wirkte so knackig und frisch, wie ich ihn da gegen das Licht der LED-Küchenlampe hielt!

Man soll sich im Leben ja nicht blenden lassen von solchen Äußerlichkeiten. Das wissen wir alle ja irgendwie. Aber dieser Apfel! DIESER APFEL! Ich nahm ihn in beide Hände, übte etwas Kraft aus und riss ihn entzwei! Das allerdings kam mir bei der Größe etwas zu einfach vor. Und, ach Gott! Der außen so schmackhaft wirkende Apfel war innen komplett braun und matschig.

So stand ich also sonntagnachmittags in der Küche, einen verdobenen Apfel in der Hand, von dem ich mich habe blenden lassen. Draußen wurde es dunkel und es regenete schon seit Stunden vor sich hin. Und so stand ich dann dort unterm LED-Licht, äußerlich makellos *hüstel*, aber innerlich… innerlich…

Bevor dieser Wochenrückblick allzusehr ausartet, schnell weiter im Programm:

Guter Übergang, denn ich habe diese Woche einiges an Obsidian geschraubt und habe jetzt ein gutes Setup für mich gefunden. Werde ich sicherlich nochmal im Detail hier drüber schreiben.

Musikalisch bin ich über ein paar Textzeilen von AnnenMayKantereit gestoßen. Das Lied ist nicht neu und ich weiß nicht, wie oft ich das schon gehört habe, aber irgendwie blieb es hängen und ich nahm diese Rilke-Anspielung das erste mal bewusst wahr:

Ich glaub mein Blick ist vom Vorüberziehen der Städte
So müde, dass er nichts mehr hält
Mir ist, als ob es tausend Städte gäbe
Und hinter tausend Städten keine Welt

AnnenMayKantereit - Marie

Ich habe diese Woche außerdem dieses Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Kann ich empfehlen.

Im Möbelhaus, in der Fundgrube einen BMW gesehen. So ein Auto für Kinder, damit die schon früh lernen, worauf es im Leben ankommt. Und passenderweise war der so schlecht geparkt, dass ihm der Seitenspiegel abgefahren wurde.

Und so sonst? Alles wie immer, außer dass der Erdkern sich nicht mehr dreht und ein großes Stück Sonne sich gelöst hat. Kann man sich ja alles nicht mehr ausdenken.

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