Die Fabrik
Beim Lesen des Buches musste ich schnell an den Begriff [[Bullshit Job]] denken. Die Protagonisten des Romans haben alle das "Glück", in der Fabrik arbeiten zu dürfen. Wer in der Fabrik arbeitet, hat es irgendwie geschafft, hat ein vermeintlich gutes und sicheres Auskommen.
Jeder hat so seine Aufgaben und erfüllt sie gewissenhaft. Texte korrigieren, Texte schreddern, Dächer begrünen. Dennoch haben alle Protagonisten das Gefühl, gar nicht zu wissen, warum sie das, was sie tun, eigentlich tun. Welchen Zweck erfüllt ihr Job? Und was genau produziert die Fabrik eigentlich?
Das Gelände der Fabrik ist riesig, fast schon eine eigene Stadt. Viele Angestellte wohnen direkt auf dem Gelände, es gibt Läden, Restaurants und diese merkwürdigen Tiere. Riesige Nutrias, schwarze, nicht so recht definierbare Vögel, und dann wäre da noch dieser Mann im Wald, der Leuten, die keinen Anzug tragen, die Hosen herunterzieht.
Eine skurrile Welt voller sinnloser Jobs und Menschen, die das irgendwie ahnen, aber dann jetzt ja doch ein einigermaßen gutes Leben haben, warum also etwas ändern?
Kein klassischer Roman und wegen der fließenden Übergänge zwischen den Erzählsträngen der Protagonisten auch nicht unkonzentriert zu lesen, trotzdem keine schwere Lektüre und empfehlenswert.