Der Club der unverbesserlichen Optimisten

Wir befinden uns in 1960ern in Paris. Michel arbeitet auf seinen Schulabschluss hin. Er lebt mit seinen Eltern, Geschäftsleute, und seiner kleinen Schwester. Michel ist begeisterter Tischfußballspieler und liebt Rock'n'Roll. Was, zumindest bei seiner Mutter, nicht unbedingt auf Gegenliebe stößt.

Wir befinden uns in 1960ern in Paris. Michel arbeitet auf seinen Schulabschluss hin. Er lebt mit seinen Eltern, Geschäftsleute, und seiner kleinen Schwester. Michel ist begeisterter Tischfußballspieler und liebt Rock'n'Roll. Was, zumindest bei seiner Mutter, nicht unbedingt auf Gegenliebe stößt.

In einem der Läden, in denen er Tischfußball spielt, fällt ihm ein abgetrennter Raum auf, in dem hin und wieder Leute verschwinden. Keiner seiner Freunde kann ihm sagen, was sich in dem Raum befindet und was dort vor sich geht.

Irgendwann siegt die Neugier. Er huscht hinein und entdeckt einen Schachclub. Im Laufe der Zeit wird er Mitglied dieses Clubs, der aus lauter Vertriebenen besteht, die vor dem Krieg bzw. den Regimes ihrer Heimatländer geflohen sind. Man diskutiert wild über den Kommunismus, man streitet sich, aber verträgt sich auch immer wieder.

Während Michel in diese intellektuelle Welt eintaucht, geht es in seiner Familie drunter und drüber. Ein guter Freund muss seinen Dienst im Algerienkrieg leisten und beauftragt ihn, auf seine Plattensammlung acht zu geben, so lange er fort ist. Und auch sein Bruder meldet sich völlig unerwartet zum Kriegstdienst an.

Alle drei verbindet eine gemeinsame Freundin, die für Michel eigentlich viel mehr ist. Doch für sie ist er nur "der kleine Bruder". Dennoch hängt er sehr an ihr.
Doch eigentlich ist sie mit seinem Bruder zusammen, der sie jedoch mit seinem Weggang in die Armee sehr unrühmlich sitzen lässt.

Schließlich sollen alle diese Beziehungen zerbrechen. Michels Familie stürzt in ein Tief und Michel verliebt sich in ein Mädchen, mit dem er nicht zusammen sein kann.

Das Buch erzählt die Geschichte eines Jungen, der versucht, seinen eigenen Weg zu finden, zwischen Intellektuellen, Familie und der Liebe. Es erzählt gekonnt die Geschichten der Clubmitglieder und schafft es, sie am Ende zu einer einzigen Geschichte zu verweben, in der Michel als roter Faden dient. Es zeigt die Probleme der 1960er Jahre, nicht nur in Paris.

Traurig und Amüsant. Lesenswert.

Auf der Seite des Verlags1 gibt es eine Leseprobe und einen Auszug aus dem Hörbuch.

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