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Matomo installieren

Kaum eine Webseite kommt mehr ohne Analyse der Besucherdaten aus. Die große Open Source Alternative zu Google Analytics heißt jetzt Matomo und legt noch mehr Wert auf den Datenschutz.

Piwik war schon immer ein bekanntes und beliebtes Analytics-Tool. Nicht zuletzt, weil es den Datenschutzansprüchen im Europäischen Raum nachkam. Piwik heißt nun Matomo, sonst soll sich aber nicht viel ändern, verspricht das Team hinter Matomo. Nach zehn Jahren sei es Zeit gewesen, einen neuen Namen zu finden, zumal man sich den alten Namen mit Anderen teilen musste.

Im Verlauf des Jahres soll es ein großes neues Release geben, Matomo 4.0 wird dann erscheinen. Man will sich noch stärker auf den Datenschutz konzentrieren, denn ab Mai gelten hier in Europa verschärfte Regelungen. Daran will man sich von Beginn an orientieren.

Neben der Möglichkeit auf Matomo-Dienste zurückzugreifen, kann man das Tool auch einfach selber installieren, dazu reicht bereits ein relativ stabiles Hostingpaket. Die Installation ist mit ein bisschen Grundwissen schnell erledigt.

Die Installation

Voraussetzungen

Um Matomo installieren zu können, brauchst du ein Hosting-Paket mit PHP 5.5.9 (oder aktueller) und MySQL 5.5 (oder aktueller). Du brauchst außerdem Zugriff auf dein Webspace, via SSH, SFTP oder FTP und musst eine Datenbank anlegen können.

Ohne Matomo selber geht natürlich gar nichts, also solltest du Matomo hier herunter laden. Endpacke das ZIP-File und lade den endpackten Matomo-Ordner mittels SFTP/FTP/SSH auf dein Webspace hoch.

Der Assistent

Öffne deinen Browser und öffne die URL unter welcher der neue Matomo-Ordner erreichbar ist, das kann auch eine Subdomain sein. Du wirst nun durch die Installation geleitet.

Matomo beginnt mit einem Systemtest und prüft, ob dein Hosting-Paket ausreichend ist, um Matomo laufen zu lassen. Eventuell notwendige Anpassungen werden dir angezeigt und mögliche Lösungen gleich mitgeliefert. Sobald das System den Anforderungen entspricht, kannst du beginnen, die Datenbank einzurichten.

Matomo benötigt eine MySQL-Datenbank. Du musst also in deinem Hostingpaket zunächst eine neue Datenbank anlegen, merke dir den Benutzernamen und das Passwort. Im nächsten Matomo-Dialog trägst du dann diese Daten ein.

Bevor Matomo die Datenbank einrichtet, findest erst ein Verbindungstest statt. Ist dieser erfolgreich, legt Matomo alle notwendigen Tabellen an.

Um deine Arbeit in Matomo zu beginnen, musst zuerst ein Administratorkonto angelegt werden. Wähle einen Benutzernamen und ein starkes Passwort. Dieser Benutzer hat den vollen Zugriff auf das Tool, stelle also sicher, dass dein Passwort ausreichend stark ist.

Du kannst nun deine erste zu messende Webseite einrichten. Wählen einen Namen und gebe die URLs an, unter der die Seite erreichbar ist und die gemessen werden sollen. Du kannst dir das www. vor den Domains übrigens sparen.

Nach der Einrichtung bekommst du einen Tracking-Code angezeigt, den du nun in den Footer der entsprechenden Webseite einbauen kannst.

Darum ist Matomo so beliebt

Matomo ist gerade in Deutschland beliebt. Es kann auf Servern in Deutschland installiert werden, somit werden keine Daten ins Ausland geschickt.

Matomo ermöglicht es zudem, IP-Adresse zu anonymisieren. Hierbei ist die Stärke frei wählbar.

Über ein iFrame lässt sich auf der Seite leicht eine Möglichkeit einbinden, von der Analyse ausgeschlossen zu werden. So dass Besucher, die nicht getrackt werden möchten, nicht erfasst werden. Dazu wird ein Cookie gesetzt. Benutzer mit aktivierter Do-Not-Track-Funktion werden grundsätzlich nicht erfasst.

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