Hallo und herzlich Willkommen zwischen den Zeilen und somit zu Folge vier dieses Podcasts. Ich muss gestehen, obwohl ich bereits vorm Start des Podcasts so viel vorbereitet habe, war diese Folge hier schon wieder ein Akt.


Ich weiß nicht genau, wie viel Zeit ein einzelner Mensch damit verbringen kann, auf einen Content-Plan zu starren oder kleine Details bei Scrivener anzupassen, anstatt zu schreiben - aber es war nicht unerheblich viel Zeit.

Offensichtlich habe ich es dann doch noch geschafft, mich aufzuraffen. Und wie es dann oftmals so ist, dann klappt es auch ganz gut. Und so habe dann doch die in oder andere Zeile in meine Tastatur gehämmert, und damit das auch alle Menschen um mich herum mitbekommen, habe ich mir eine mechanische Tastatur gekauft, was ich nur empfehlen kann.

Zwischen den Zeilen ist ja das Format, in dem ich aus dem erzählerischen ausbreche und eher klassisch podcaste. Damit das künftig etwas besser funktioniert, habe ich mir zwei Systeme für den meinen Podcast und auch mein Blog und meinen Newsletter erdacht, die vielleicht für euch auch interessant sein könnten.

Ein System habe ich mir beim Copyblogger geklaut und weiß auch noch nicht so recht, ob das für mich funktioniert, das muss erst noch getestet werden. Der Artikel nennt sich „A ‘Lazy’ Content Creation System“. Wie so oft bei solchen Beiträgen, wird da das Rad nicht neu erfunden. Pamela Wilson hat sich einen gängigen Ablauf zum Erstellen von Texten geschnappt und ihn auf vier Tage verteilt herunter gebrochen.

Ziel soll sein, mit der Erstellung schneller voranzukommen und nicht wohlmöglich an einem Punkt hängen zu bleiben und dann alles zu blockieren. Rein theoretisch las sich das ganz gut, ob das aber praxistauglich ist, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Ich habe mir daraus eine ToDoIst-Vorlage erstellt, dir mir jede Woche automatisch vorgelegt wird und die ich dann einfach immer wieder neu verwenden kann.

Wenn ihr auch ToDoIst benutzt und Interesse habt, schreibt mich einfach an, dann kann ich den Link zur Vorlage schicken. Öffentlich verlinken will ich das nicht, das wäre dann wohl doch etwas frech.

Ich habe mir außerdem noch eine Pipeline überlegt, die besonders auf die Folgen Zwischen den Zeilen abzielt. Hier geht es darum, wie ich mit Texten umgehe, die ich gelesen habe und die ich hier gern weitergeben möchte. Vielleicht schreibe ich dazu mal einen gesonderten Beitrag, wenn Interesse besteht.

Ach so, um es erwähnt zu haben: In den Shownotes findet ihr einen Link zur Zusammenfassung dieser Episode. Da findet ihr dann auch alle hier erwähnten Links.

Vielleicht kennt ihr das auch, wenn ich so vorm Bildschirm sitze und ihn düster anstarre, damit er mir endlich den Geistesblitz beschert, schweife ich gerne ab und komme auf die tolle neue Ideen, die leider in der Situation überhaupt nicht hilfreich sind.

Das sind meistens Sache, die ich noch ganz wunderbar in meiner Webseite einbauen könnte. Das ist ja sowieso so eine Angewohnheit, die man als Webentwickler mit sich schleppt, man sieht überall Baustellen und mögliche neue Features.

Da wäre zum Beispiel die Communityfunktion, die schon in meiner Webseite schlummert und bei der ich mich immer zurückhalten muss, sie nicht öffentlich zu machen, weil ich nämlich eigentlich noch gar nicht genug Inhalte dafür habe und das Publikum noch viel zu klein ist.

Da würde ich mich übrigens über eine Weiterempfehlung sehr freuen ;)

Eine Sache musste ich dann allerdings doch machen, ich habe Umami angezapft, das ist ein Analytics-Tools, das ich benutze, komplett anonym und ohne den ganzen Cookie-Mist. Und über eine kleine Anfrage kann ich mir nun die Top10 der beliebtesten Beiträge auf meiner Seite ausgeben lassen. Das ist für euch recht uninteressant, ist aber so eine Sache, mit der ich Zeit verbracht habe, anstatt zu schreiben.

Über Umami möchte in den kommenden Wochen nochmal was erzählen, ich hätte da noch eine Übersicht über einige Alternativen zu Google Analytics, insbesondere mit Blick auf den Datenschutz. Das kommt vielleicht in der nächsten Folge Zwischen den Zeilen.

Beim Basteln an meiner Webseite habe ich mir dann aber irgendwann doch erfolgreiche auf die Finger gehauen und habe mich gebremst. Maßgeblich Schuld daran ist Craig Mod, der gerade wieder durch Japan wandert.

Ich bin mir nicht sicher, wie ich auf ihn gestoßen bin, ich glaube über das Offscreen-Magazin, bin mir aber nicht ganz sicher. Craig betreibt einige Newsletter und fährt damit wohl ganz gut. Jedenfalls kann er von seinen Inhalten leben. Er macht immer wieder Wanderungen durch Japan und macht dabei sehr viele, sehr schöne Fotos.

Die veröffentlicht er dann bei Twitter und in seinem Newsletter. Er hat einen Newsletter, in dem er regelmäßig einfach nur ein Bild von seiner Wanderung verschickt. Ohne Kommentar dazu, einfach nur ein Bild. Und die Idee finde ich ganz wunderbar, weil sie so genau das Gegenteil von dem ist, was einem überall so geraten wird. Wer Bock drauf hat, abonniert das Ding, wer nicht, der nicht.

Außerdem hat er noch zwei weitere Newsletter in denen er unterschiedlich detailliert über seine Wanderungen spricht.

Auf Seiner Webseite veröffentlicht er immer mal wieder Essays, die recht ausführlich und sehr schön bebildert sind. Das macht er nicht häufig, aber das geht bei der Qualität wahrscheinlich auch gar nicht.

Wenn man sich seine Newsletter und seine Webseite anschaut, dann fallen diese besonders durch ihre Schlichtheit auf. Und das war es auch, was mich letztendlich wieder gebremst hat.
Natürlich kann man Stunde um Stunde damit verbringen, die eigene Seite immer noch etwas schicker und ausgefeilter zu machen und das ist ja auch okay, besonders wenn man, wie ich, Lust darauf hat, Spielereien auszuprobieren. Aber auch in Sachen Barrierefreiheit haben viele unserer Seiten, meine eingeschlossen, noch viel Potential.

Was wir dann allerdings nicht außer Acht lassen sollten, ist, dass das keine Notwendigkeit ist, um mit der eigenen Seite erfolgreich zu sein, wie immer man das auch messen mag. Leute wie Craig Mod beweisen uns das. Diese schlichten Seiten funktionieren trotzdem sehr gut. Paul Jarvis war ja auch so ein Kandidat, der immer sehr schlichte Webseiten hatte, bevor dann auf einmal von heute auf morgen alles dicht gemacht und hingeworfen hat. Was ich bis heute immer noch sehr schade finde.

Ich glaube, wir sollten das im Hinterkopf behalten - ich auf jeden Fall. Natürlich sollte eine Webseite gut und sicher funktionieren und den Besucher möglichst nicht verarschen, aber wir sollten nicht vergessen, dass der wesentlichste Aspekt unserer Webseiten nun mal die Inhalte sind. Wir können da noch so viel optimieren, wenn sich inhaltlich nichts auf der Seite tut, bringt das wenig.

Wie haltet ihr das mit euren Webseiten? Pflegt ihr die überhaupt selber, wenn nein, warum nicht? Und wie handhabt ihr das mit euren Inhalten, habt ihr einen Plan dafür oder schreibt ihr einfach drauf los? Eure Kommentare sind sehr willkommen, gerne teile ich sie in der nächsten Folge Zwischen den Zeilen. Hinterlasst mir einfach einen Kommentar zu dieser Folge und lasst mir mal einen Link zu eurer Webseite da, ich gucke gerne mal drauf.

Ich hoffe, wir hören uns auch beim nächsten Mal wieder. Bis dahin bleibt gesund, schaut mal auf die Links zu dieser Folge und schreibt mir gerne eine Bewertung.

Macht’s gut, bis bald!

Die Hintergrundmusik in dieser Folge stammt von STURM, aus Miniatures of Silence #Zwei https://sturmmusic.bandcamp.com/

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