Konzentrier dich!

In dieser Woche behandle ein etwas ungewöhnlicheres Thema. Es geht um Konzentration. Ich befasse mich damit, wie wir effektiver arbeiten können und welche Tools uns dabei unterstützen.

Multitasking ist nicht effektiv

Es ist inzwischen wohl kein Geheimnis mehr , dass Multitasking nicht besonders effektiv ist. Unser Gehirn ist dafür einfach nicht ausgelegt. Studien haben bewiesen, dass Multitasking die Ausschüttung von Stresshormonen erhöht und sogar den IQ schwächen kann.

Wer ständig etliche Dinge parallel tut, schadet sich damit. Und zwar nicht nur im aktuellen Moment durch zu viel Stress, sondern dauerhaft. Denn wie es scheint, sind die Veränderungen im Gehirn, ausgelöst durch Multitasking, nur schwer oder gar nicht rückgängig zu machen!

Monotasking

Was ist also die Alternative? Monotasking - Eins nach dem Anderen. So einfach ist das. Wer sich auf eine Sache zur Zeit konzentriert, schafft am Ende des Tages mehr, als der engagierte Multitasker.

Wir können unser Gehirn ganz einfach darauf trainieren. Nicht nur bei der Arbeit, sondern ganzheitlich im alltäglichen Leben. Beim Kochen oder Essen wird dann der Fernseher nicht eingeschaltet. Und beim Fernsehen abends auf dem Sofa nicht noch parallel auf Twitter geschaut.

Ziel ist es, sich stets den Moment bewusst zu machen. Sich im Klaren darüber zu sein, was man gerade tut und sich auf diese eine Sache zu konzentrieren.

Dazu muss man sich bewusst werden, wann man abschweift. Sollte sich im Klaren darüber sein, was man gerade denkt. Ein gutes Werkzeug um das zu lernen, ist die Meditation.

Meditation

Ganz abseits von Esoterik und Buddhismus, kann jeder von uns von einer täglichen Meditation profitieren. Dazu muss man sich nicht täglich zwei Stunden mit verknoteten Beinen auf ein Kissen setzen und leise „ohm“ vor sich hin murmeln.

Vielmehr geht es darum, sich auf eine Sachen zu konzentrieren. Das geschieht meist, indem man sich auf den eigenen Atem konzentriert und versucht, die Gedanken nicht abschweifen zu lassen. Wer das schon mal probiert hat, weiß, wie schwierig das ist.

Es gibt inzwischen einige Apps, die einem dabei helfen. Aber auch auf YouTube wird man fündig. Und wer den altmodischen Weg gehen will, kann sich ein Buch inkl. CD (Affiliate Link) kaufen.

Meditative Tätigkeiten

Wer nicht direkt in die Meditation einsteigen will, kann sich auf eine meditative Tätigkeit suchen. Also eine Tätigkeit, in die man sich voll und ganz fallenlassen kann und die einem ermöglicht, den Kopf abzuschalten.

Ich spiele seit mehr als 20 Jahren Schlagzeug und es gibt dort bestimmte Übungen, die nicht besonders spannend sind, aber die Handgelenke und Finger trainieren. Diese Übungen wiederholen sich immer wieder, und sind - zumindest nach 20 Jahren - ziemlich monoton.

Für mich perfekt, um den Kopf abzuschalten. Ich konzentriere mich nur noch auf die Bewegungsabläufe, muss nicht darüber nachdenken, was ich als nächstes zu tun habe.

Wer gerade zufällig kein Schlagzeug zur Hand hat, kann sich natürlich etwas anderes Suchen. Einfach mal versuchen, etwas Neues zu probieren. Jonglieren z.B. Ich habe vor einiger Zeit einfach damit angefangen. Ohne Hintergedanken, ich wollte einfach mal sehen, ob ich das hinbekomme. Auch hier: Die Bewegungen sind immer die selben und ich habe inzwischen einen ähnlichen Effekt, wie bei den Schlagzeugübungen.

Ablenkungen abschalten

Wer nicht im Zirkus arbeitet und beim Jonglieren im Büro unter Umständen schräg angeguckt wird, kann sich als ersten Schritt eine ablenkungsfreie Umgebung schaffen.

Der Mailclient sollte nicht ständig offen sein. Es reicht in Intervallen Mails abzurufen. Dabei kann jeder seinen eigenen Rhythmus festlegen.

Wenn konzentriert gearbeitet wird, gehören Messenger etc. abgeschaltet oder zumindest stumm gestellt.

Wer sich gerne ablenken lässt, sollte Twitter, YouTube und Co. sperren dazu gibt es hilfreiche Tools, die das für einen übernehmen (mehr dazu im Blog ).

Mir hilft es beim Arbeiten auch, meine Umgebung auf eine bestimmte Art einzurichten. Ich lasse beim Schreiben z.B. immer die selbe Hintergrundmusik laufen. Aber es könnte auch ein anderes Licht sein, oder ein anderer Desktophintergrund, oder du meldest dich direkt mit einem anderen Benutzer am Rechner an.

Wenn du mehr über die Tools erfahren willst, die dich beim Monotasking unterstützen, schau in meinem Blog vorbei. Ich stelle dort ein paar Tools vor und werde im Laufe der Woche auch meine Lieblingsapps vorstellen, die ich zum Meditieren nutzen.

Und wo wir schon beim Thema sind: Diese Woche gibt es im Podcast ein spannendes Interview zum Thema Meditation. Ich habe mich mit den beiden Gründern von 7Mind.de über ihre App und Meditation ganz allgemein unterhalten. Donnerstag kannst du mehr hören.

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