Webseiten beschleunigen

Eine langsame Webseite verjagt potentielle Besucher, bekommt ein schlechtes Ranking und sorgt für weniger Conversions. Deshalb solltest du in Sachen Geschwindigkeit aufrüsten.

Die Geschwindigkeit testen

Die Geschwindigkeit deiner Webseite kannst du schnell und einfach testen. Wenn du den Chrome Browser benutzt, kannst du sofort einen kleinen Test starten. Öffne die Entwickler-Tools (klicke mit der rechten Maustaste, irgendwo auf deine Webseite und wähle den Punk „untersuchen“). Schalte dort die Gerätesimulation ein (siehe Screenshot).

Chrome Entwicklerbereich

Unter dem Punkt „Network“, kannst du die gewünschte Verbindungsart wählen. Lade die Seite neu und schon bekommst du mit, wie Benutzer mit langsameren Internetverbindungen deine Seite Erleben.

Um einen schnellen Überblick über die Geschwindigkeit (und andere Faktoren) deiner Seite zu bekommen, kannst du den Website Grader benutzen.

Wenn du detaillierte Berichte erhalten möchtest, solltest du einen der folgenden Dienste wählen:

Google PageSpeed Insights

Google bietet diesen kostenlosen Service an. Auf der Seite kannst du die Adresse deiner Webseite eintragen und Google beginnt mit der Messung. Du erhältst zwei Ergebnislisten. Eine Liste für mobile Geräte, die andere für Desktop-Geräte. Google macht dir darin konkrete Vorschläge, wie du deine Seite optimieren könntest.

Test starten


WebPageTest

Auch hier kannst du einfach die Adresse deiner Seite eintragen. Der Test dauert ein bisschen länger als bei Google. Diesmal bekommst du keine konkreten Vorschläge, kannst aber die zeitlichen Abläufe einsehen und schauen, wo es hakt. Außerdem wird die Seite zwei mal aufgerufen, einmal mit und einmal ohne Cache.

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Pingdom speed test

Ähnlich wie beim WebPageTest bekommst du auch hier eine Übersicht des Ladeverhaltens deiner Webseite.

Test starten

Webseite schneller machen

Um deine Webseite zu beschleunigen, solltest du einige grundlegende Punkte beachten:

Das Hosting

Das fängt schon bei der Wahl des Hostingpakets an. Achte drauf, dass du dir nicht mit zu vielen Usern eine Serverinstanz teilen musst. Manche Hoster zeigen dir diese Information an.

Der Cache

Da die Datenbank oft ein Nadelöhr ist, empfiehlt es sich, möglichst wenig Zugriffe auf eben diese zu machen. Das kannst du durch Caching erreichen. Oder du wählst ein CMS wie Kirby, welches gar keine Datenbank benötigt.

Dateien Minifizieren

Wenn es geht, solltest du einzelne JavaScript- und CSS-Dateien kombinieren. Das verringert die Anzahl der Anfragen, die an den Server gestellt werden müssen. Je weniger Anfragen, desto besser, denn jede Anfrage kostet Zeit.

Bilder komprimieren und verkleinern

Wenn Du Bilder einsetzt, achte darauf, dass diese in einer vernünftigen Größe vorliegen. Lade also bitte keine 5MB großen Dateien hoch. Viele CMS erzeugen kleinere Versionen der Bilder, die du dann gezielt einsetzen kannst.

Angaben für den Browser-Cache

Übermittle Informationen für das Browser-Caching.
Jeder Browser speichert Dateien zwischen und hält sie eine gewisse Zeit lang vorrätig, damit sie nicht bei jedem Seitenbesuch erneut herunter geladen werden müssen. Wenn du die Möglichkeit dazu hast, teile dem Browser mit, wie lange er welche Dateitypen zwischenspeichern sollte.

WordPress Webseite beschleunigen

Grundsätzlich gilt eine wichtige Regel: Wenn du auf ein Plugin verzichten kannst, dann verzichte darauf. Zu viele aktive Plugins sind Gift für die Geschwindigkeit deiner Seite.

Achte auch bei der Wahl des Themes darauf, dass dieses sparsam mit den Ressourcen umgeht und nicht dutzende JavaScript und CSS-Dateien lädt (die du vielleicht gar nicht brauchst, weil du die entsprechende Funktion nicht nutzt). Meist gibt es eine Demo des jeweiligen Themes, schau dir den Quelltext an und prüfe, was alles geladen wird.

WordPress Cache-Plugins

Wenn du eine Seite mit WordPress betreibst, dann bietet es sich an, ein Cache-Plugin einzusetzen, um die Seite zu beschleunigen. Hier findest du eine Liste meiner Favoriten.

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