Ankommen

Wie sollte sich ein gutes Blog, eine gute Webseite anfühlen? Nein, Moment. Wie sollte sich für mich meine Webseite anfühlen? Sie sollte zum Innehalten einladen. Aus ganz einfachen Gründen.

„Wir“ möchten, dass unsere Besucher möglichst lange auf unseren Webseiten bleiben. Wir tun viel dafür. Das fängt damit an, dass wir ihnen weitere Artikel vorschlagen. Über Teaser, Lightboxen und manchmal sogar Push-Nachrichten, versuchen wir sie an uns zu binden. Wir durchlaufen das Einmaleins der Digitalmarketingtipps, von denen es da Draußen so viele gibt.

Ich möchte das Spiel nicht mehr mitspielen.

 

Ich möchte, dass mein Blog (vielleicht irgendwann die ganze Seite) sich anfühlt, wie eine kleine, private Bibliothek, die man betritt. Es herrscht eine besondere, ruhige Stimmung. Man senkt die Stimme, fährt ein wenig runter, unter den Füßen knarren die Dielen. Man sucht sich einen Text, setzt sich in den Sessel und liest. Schließlich legt man das Buch weg, reflektiert und denkt eine Weile darüber nach.

Man kann sich dann das nächste Buch nehmen oder einfach gehen. In jedem Fall nimmt man etwas für sich mit: Das gute Gefühl, etwas Schönes getan zu haben, sich etwas Zeit dafür genommen zu haben.

Ich möchte, dass meine Besucher dieses, oder ein ähnliches Gefühl haben, wenn sie meine Seite besuchen und sich einem Text widmen. Nicht jeder Text hier wird etwas Besonderes, ein Augenöffner sein. Es wird genauso banal wie speziell.

Wenn du auf meine Seite kommst, einen Beitrag anklickst, dich zurücklehnst und ihn in Ruhe liest, habe ich mein Ziel erreicht. Darauf werde ich mich künftig konzentrieren. Davon werde ich künftig schreiben. Von Geschichten und wie sie geschrieben und vermittelt werden.

Ganz langsam wird es hier eine leichte Verschiebung des Schwerpunktes geben. Machen wir uns nichts vor, ich bin Entwickler und werde mich so schnell nicht von diesem Thema lösen. Aber ich befasse mich seit jungen Jahren auch mit dem Schreiben. Ich werde mal versuchen, beides zu vereinen.

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